Anschaffung einer Katze. Am besten ist es, wenn du dir ein junges Kätzchen aussuchst, das noch bei seiner Mutter ist. Du findest es über Anzeigen, Freunde, den Tierarzt oder das Tierheim. Nimm keine Katze von der Straße mit, sie ist vielleicht irgendwo zu Hause. Wenn du dir ein Kätzchen aus einem ganzen Wurf aussuchen willst, dann solltest du zuerst alle Jungen möglichst lange beobachten. Kätzchen sind sehr verschieden.

Was eine Katze alles braucht

Einige sind lebhaft und kräftig, manche sind ängstlich und lernen langsam und andere sind neugierig und bringen sich oft in Schwierigkeiten. Bevor du dein Kätzchen nach Hause holst, solltest du 7 Dinge vorbereiten.

  1. Zum Abholen brauchst du einen verschließbaren Korb oder einen Karton mit Löchern.
  2. Zum Füttern brauchst du 3 Schüsseln: je eine für feste Nahrung, für Katzenmilch und Wasser.
  3. Auch wenn deine Katze nach draußen kann, braucht sie ein Katzenklo im Haus. Stelle es aber nicht neben dem Schlafplatz oder in die Nähe der Futterschüsseln.
  4. Lege schon Spielzeug für dein Kätzchen bereit. Du kannst es kaufen oder selber basteln.
  5. Zum Kämmen brauchst du eine Bürste oder einen Metallkamm. Wenn du das junge Kätzchen von Anfang an kämmst, gewöhnt es sich daran.
  6. Richte den Schlafplatz für deine Katze in einer warmen, ruhigen Ecke ein. Nimm dazu einen Korb oder einen Karton und lege eine Decke hinein.
  7. Eine Katze muss ihre Krallen schärfen. Sie tut das auch an deinen Möbeln, wenn sie nichts anderes findet. Gib ihr deshalb ein Stück weiches Holz oder kaufe einen Kratzbaum.

Was frisst deine Katze?

Katzen fressen nicht alles. Am besten gibst du deiner Katze abwechselnd frische Nahrung und gutes Fertigfutter. Sobald dein Kätzchen feste Nahrung zu sich nimmt, solltest du ihm 4 Mahlzeiten am Tag geben. Ist es 4 Monate alt, gewöhne es allmählich an 3 größere Mahlzeiten täglich. Wenn dein Kätzchen 8 Monate alt ist, braucht es nur noch 2 Mahlzeiten am Tag. Junge Katzen brauchen abwechslungsreiche, gute Kost, damit sie sich gesund und kräftig entwickeln. Am einfachsten hast du es mit gutem Dosenfutter. Für frisches Futter kannst du Fisch, Graubrot, Reis, Fleisch und Getreideflocken verwenden. Dein Tierarzt kann dir auch Ratschläge zur richtigen Ernährung deiner Katze geben. Gib deiner Katze kein Dosenfutter für Hunde. Es enthält zu wenig Eiweiß für Katzen.

Die meisten Katzen mögen Kuhmilch, vertragen sie aber nicht. Inzwischen kannst du spezielle Katzenmilch im Handel kaufen. Die Milch ist vor allem für junge Katzen geeignet. Neben der Milch braucht deine Katze auch Wasser. Du solltest nie vergessen deiner Katze eine Schüssel Wasser hinzustellen! Eine Katze will immer zur gleichen Zeit und immer am gleichen Platz gefüttert werden. Katzen sind vor allem Fleischfresser. Ihre langen, scharfen Eckzähne dienen dazu, das Fleisch zu zerreißen. Ihre Backenzähne nutzen sie um das Fleisch in kleine Stücke zu zerteilen.

Junge Katzen können ihre Nahrung noch nicht selbst zerkleinern. Auch Trockenfutter ist gut für die Zähne aber vergiss nie die Schüssel Wasser! Du darfst deiner Katze nie kleine, scharfe Knochen (z.B. Hühnerknochen) zu fressen geben – sie könnte daran ersticken! Wickle solche Knochen ein und verstaue sie in einem Mülleimer mit schwerem Deckel.

Der Schlaf

Jeden Tag schlafen Katzen etwa 15 Stunden. Du kannst deiner Katze zwar ein Schlafkörbchen einrichten, aber sie schlafen trotzdem oft, wo sie gerade wollen. Katzen mögen warme Schlafplätze. Sie lieben enge Stellen, in die sie sich hineinzwängen können. Manchmal suchen sie sich auch die ungewöhnlichsten Orte zum schlafen aus. Sie verstecken sich gern zum schlafen. Also bevor du eine Tür schließt, schau immer nach, ob sich nicht deine Katze dahinter verkrochen hat. Oft haben Katzen einen leichten Schlaf.

Sie nehmen auch beim Schlafen noch Geräusche wahr und wachen schnell auf. Manchmal machen Katzen Geräusche beim Schlafen. Das tun sie aber nur, wenn sie sich sicher fühlen. Oft rollen sie sich dabei zu einer Kugel zusammen. Wenn Katzen träumen, zucken sie und geben Laute von sich. Nachdem Aufwachen streckt die Katze ihren Körper. Lass deine Katze nachts nicht draußen! Nässe, Straßenverkehr und Kälte können ihr gefährlich werden.

Was Katzen lernen können

Katzen tun was sie wollen. Du kannst eine Katze nicht dressieren wie einen Hund. Trotzdem kannst du ihr einiges beibringen: zum Beispiel das Katzenklo zu benutzen, durch eine Türklappe zu gehen oder auf dein Rufen zu kommen. Katzen sind sehr reinliche Tiere. Wenn sie aufs Katzenklo gehen, graben sie ein Loch und scharren es nachher zu. Wechsle die Streu täglich und reinige den Behälter mindestens einmal in der Woche. Wasche dir anschließend die Hände! Sobald deine Katze 4 Monate alt ist, kannst du ihr beibringen, durch die Türklappe zu gehen. Kurz vor der Mahlzeit setzt du sie vor die Tür. Lass sie das Futter durch die offene Klappe sehen. Kommt sie durch die Klappe, gib ihr das Futter.

Wiederhole das so lange vor jeder Mahlzeit, bis sie die Klappe benutzt. Es ist einfacher, eine Katze rechtzeitig von Unarten abzuhalten, als sie ihr später abzugewöhnen. Wenn du deine Katze bei etwas erwischt was sie nicht tun darf, dann sage zu ihr streng „Nein!“ und setze sie an einen anderen Platz. Schlage deine Katze aber nie! Du kannst einer Katze nicht das Jagen abgewöhnen.Damit sie aber nicht an einen Vogel so schnell ran kommt, kannst du ihr ein Halsband mit einer Glocke umbinden.

Achte aber darauf das das Halsband Gummizug hat und nicht zu fest ist. Katzen kratzen oft an Möbeln, wenn sie nichts anderes finden. Deswegen kaufe ihr einen Kratzbaum. Katzen stehlen Essen, selbst wenn sie nicht hungrig sind! Da sie sehr wendig sind, bewahre alles Essbare so auf, dass sie nicht daran kommen. Wenn deine Katze nicht in deine, Bett schlafen soll, dann lass die Schlafzimmertür nicht auf.

Der richtige Umgang und Pflege

Anfangs vermisst das Katzenjunge vielleicht seine Mutter. Deshalb mag es gern von dir auf den Arm genommen und gestreichelt werden. Geh aber sanft mit ihm um! Wenn du deine Katze auf den Arm nimmst, dann halte sie mit beiden Händen. Schiebe die eine Hand unter die Vorderpfoten und stütze mit der anderen Hand das Hinterteil. Sprich mit deiner Katze und nenne sie beim Namen. Streiche ihr dabei leicht über das Fell – immer vom Kopf bis zum Schwanz und nie umgekehrt! Deine Katze zeigt dir, wenn sie gestreichelt werden möchte, spielen oder schlafen will.

Du solltest deine Katze aber nicht überanstrengen, sonst wird sie müde und ärgerlich. Sucht deine Katze Gesellschaft, dann kommt sie zu dir. Reibt sie sich an deinem Bein, so heißt das: „Ich mag dich!“ Katzen brauchen gute Pflege. Bürste dein Kätzchen jeden Tag ein wenig, damit es sich daran gewöhnt. Eine Langhaarkatze musst du jeden Tag bürsten oder kämmen. Entferne alle Dinge, die sich im Haar verfangen haben, bevor es verfilzt. Wenn sich im Haar knoten gebildet haben, reiße nicht daran, sondern löse sie vorsichtig. Kurzhaarige Katzen müssen nur gebürstet werden, wenn sie Haare verlieren.

Katzen putzen sich andauernd. Sie brauchen nicht gebadet werden, die meisten Katzen mögen auch kein Wasser. Ihre raue Zunge wirkt wie ein Kamm. Sie benutzen ihre Vorderpfoten wie einen Schwamm und „waschen2 sich das Gesicht. Katzen erreichen fast jeden Teil ihres Körpers, denn sie sind sehr beweglich. Die Jungen lernen von ihrer Mutter sich selbst zu putzen.

Wenn deine Katze Junge hat

Nach der Paarung wachsen im Bauch deiner Katze die Jungen heran. Man sagt, die Katze ist trächtig. Trage deine Katze in der Zeit nicht, wenn es nicht nötig ist und behandle sie liebevoll. Bei einer trächtigen Katze schwellen die Zitzen an und werden rosa. Ihr Bauch wird umso dicker, je größer die Jungen werden. Trächtige Katzen sollten mehr Nahrung bekommen als sonst. Etwa 9 Wochen nach der Paarung kommen die Jungen zur Welt. Die Katze sucht sich für die Geburt einen warmen, geschützten Platz.

Katzen sind gute Mütter. Gewöhnlich brauchen sie beim Gebären keine Hilfe. Du kannst deine Katze dabei beobachten und den Tierarzt rufen, wenn sie Schwierigkeiten hat. Sobald die Jungen auf der Welt sind, krabbeln sie zu den Zitzen und saugen Milch. Fass die Jungen aber erst an, wenn sie die Augen geöffnet haben.