Es ist immer so und es wird wohl auch immer so bleiben, alljährlich müssen sich Millionen von Arbeitnehmern darum kümmern und darauf hoffen, dass die Löhne steigen. Wenn es auf dem Wirtschaftssektor Einbußen gibt, dann ist es logisch, dass die Arbeitnehmer sich diesbezüglich auch zurückhalten werden und auch mit geringen oder gar keinen Lohnerhöhungen auskommen.

Sieht es allerdings so aus, dass die allgemeine Wirtschaft Gewinne einfährt, so ist es nur gerecht, wenn auch die Arbeitnehmer, die immerhin mit Ihrer Arbeitskraft dafür gesorgt haben, dass es zu den Gewinnen kommt, ein Stück vom Kuchen ab bekommen. Damit nicht alle Arbeitnehmer dafür kämpfen müssen, mehr Lohn zu bekommen, gibt es die Gewerkschaften.

Für unterschiedliche Berufsgruppen sind unterschiedliche Gewerkschaften organisiert, man muss nicht unbedingt dort Mitglied sein, um etwa eine Lohnerhöhung zu bekommen. Wenn die Gewerkschaft sie erarbeitet hat, so wird sie jedem Arbeitnehmer zuteil. Allerdings bringt es immer diverse Vorteile mit sich, wenn man Mitglied einer Gewerkschaft ist, man kann so diese auch bei ihren Arbeitskämpfen unterstützen.

Führt man sich einmal vor Augen, wie die Arbeitsbedingungen vor 50 Jahren waren und wie sie heute sind, so kann man erahnen was die Gewerkschaften bisher schon geleistet haben. So war es früher noch üblich, dass eine Arbeitswoche sechs Tage hatte und es gab nur einen freien Tag, in der Regel war das der Sonntag. Auch wurden so mit der Zeit die Arbeitsstunden, die in der Woche angesetzt waren immer weniger, waren es einmal 48 Stunden so wurde herunter gestuft auf 38 oder 39,5 Stunden. Werdende Mütter und Behinderte haben ebenfalls von den Arbeitskämpfen und Verhandlungen der Gewerkschaften profitiert. Ebenfalls verändert haben sich im Laufe der Jahre die Zahlungsmodalitäten, so auch, dass die Lohnsteuer vom Monatsentgelt einbehalten und gleich an den Staat weiter geleitet wird und dass die Auszahlung des Gehaltes im monatlichen statt wöchentlichen Turnus erfolgt.

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