Der Echte Pfifferling wächst bereits von Juni bis November im Moos oder zwischen gefallenem Laubwerk der Laubwälder oder Nadelwälder. Die Zeiten sind längst vorbei, da man in Tannendickichten kiloweise Pfifferlinge sammeln konnte – zumindest dort, wo unerfahrene Pilzsucher auch die kleinsten Pfifferlinge mit dem anhängenden Bodengeflecht ausreißen. Hinzu kommt, dass der Eierschwamm wegen seiner langen Haltbarkeit der beliebteste Pilz ist, der auf Märkten in großen Mengen gehandelt wird.

Außerdem beschleunigen die Kalkdüngung der Wälder und die Luftverschmutzung zusätzlich seinen Rückgang, denn die Pfifferlingsmyzelien reagieren sehr empfindlich auf Schweflige Säure. Aus den genannten Gründen gilt der Echte Pfifferling heute als gesetzlich besonders geschützt. Sehr junge, kleine und ganz alte Pfifferlinge sollte man also zur Bestandswahrung stehen lassen. Der Pilz ist in der ganzen gemäßigten Zone der nördlichen Erdhalbkugel, in Nordafrika und auch in Australien verbreitet. Der Pfifferling hat ein sehr zähes Fruchtfleisch und ist deshalb für den Mensch schwer verdaulich.

Echter Pfifferling, Eierschwamm

lat. Cantharellus cibarius

Pilzhut:

Der Pilzhut ist 1 – 8 cm breit, erst flach mit eingeschlagenem Rand, dann trichterförmig, vielfach gewellt und gelappt.

Pilzstiel:

Der Pilzstiel, 2 bis 4 cm lang, ist hautfarben zur Basis verschmälert. Die gegabelten Leisten an der Hutunterseite laufen weit am Stiel herab.

Pilzfleisch:

Das Fleisch ist gelblich, schmeckt anfangs mild, dann aber pfefferartig.

Gebrauch / Verwendung:

Essbar, sehr schmackhaft. – Gesetzlich besonders geschützt.

Der Echte Pfifferling ist am besten zur Zubereitung von Suppen, aber auch als Bratpilz in Mischpilzgerichten geeignet.

Standort / Vorkommen:

Der Echte Pfifferling kommt ab Sommer (Juni) bis Spätherbst (November) gesellig in allen Wäldern, gern in feuchten Fichtenbeständen und im Moos vor.

Ähnliche Arten:

Falschen Pfifferling – (lat. Hygrophoropsis aurantiaca)
Ölbaumpilz – (lat. Omphalotus olearius)