Allen überlieferten Methoden und allem Aberglauben zum Trotz gibt es kein Patentrezept, mit dessen Hilfe sich essbare Pilze, ungenießbare oder gar giftige Pilze unterscheiden lassen. Es hilft hier nur die altbewährte Regel: Man darf nur Pilze sammeln und essen, die man genau kennt und von denen man weiß, dass sie genießbar sind.

Essbare und giftige Pilze unterscheiden

Der Geruch und Geschmack der Pilze, die Tatsache, dass sie von Tieren besucht oder gemieden werden, der berühmte mit gekochte silberne Löffel oder die Zwiebel, die sich bei Giftpilzen angeblich verfärben sollen – all dieses liefert nicht den geringsten Anhaltspunkt. Es ist also ratsam, zunächst nur einige leichter zu unterscheidende Sorten zu sammeln – etwa Maronenröhrlinge, Steinpilze, Rotkappen und Pfifferlinge – als ein Risiko einzugehen. Nach und nach kann man sich dann die Merkmale anderer Pilzsorten einprägen und weiter Pilzarten sammeln. Eine gute Unterstützung bei der Pilzbestimmung sind Pilzexperten und Pilzberatungsstellen.

Hier einige Pilzsammlergrundsätze:

  • Keine alten und fauligen oder stark zerfressene, sondern möglichst junge, gut aussehende Pilze sammeln.
  • Pilze nicht abschneiden, sondern vorsichtig aus dem Boden drehen, damit das im Boden steckende Pilzgeflecht nicht beschädigt wird.
  • Geerntete Pilze sofort grob säubern, d. h. von Erde, Tannennadeln, Schnecken und Blättern befreien.
  • Pilze nicht im Rucksack oder in einer Kunststofftüte nach Hause tragen, sondern möglichst in einem Spankorb, damit sie luftig liegen und nicht zerdrückt werden können.

Die meisten Pilzsorten sind in unseren Breiten in den Monaten Juni bzw. Juli bis Oktober zu finden. Einige wenige Pilzarten weiß der Kenner auch in den kühlen Jahreszeiten zu finden, so den Grünling und den Violetten Ritterling bis in den November hinein, den Winterrübling schon im Januar und den Märzellerling ab März. Die hohe Zeit für Pilzsammler sind aber der August und September.