Einer der am häufigsten vorkommenden Pilze ist der Kahle Krempling. In der Mitte ist sein Hut schlüpfrig, am Rande filzig und ähnlich gefärbt wie der kurze Stiel. Das gelbliche bis bleich bräunliche Fleisch hat einen leicht säuerlichen Geruch und Geschmack. Der ganze Fruchtkörper wird durch Druck rostfarben und anschließend braun. Der Kahle Krempling tritt in Wäldern aller Art auf – häufig ist er auch unter Birken, aber auch unter einzelnen Bäumen in Alleen und Parkanlagen.

Der Krempling wurde lange Zeit als essbar angesehen und von vielen Pilzsuchern gesammelt und zu verschiedenen Pilzgerichten verarbeitet. Heute ist aber nachgewiesen, dass der Kahle Krempling im Wesentlichen für den Menschen giftig ist. Insbesondere der wiederholte Verzehr ruft im menschlichen Organismus die Bildung von Antistoffen hervor, die rückwirkend allergische Reaktionen auslösen und gleichzeitig die roten Blutkörperchen zersetzen. Das Sammeln und der Verzehr von dem Kahlen Krempling kann deshalb in keinem Falle empfohlen werden.

Kahler Krempling

lat. Paxillus involutus

Pilzhut:

Der Pilzhut ist 5 – 12 cm breit, flach ausgebreitet bis eingedellt, feinfilzig, rotbraun bis olivbraun. Der Hutrand ist deutlich eingerollt. Der Hut junger Kremplinge ist stark gewölbt.

Pilzstiel:

Der Pilzstiel – bis zu 8cm lang – ist kurz, walzenförmig und hutfarben. Am Stiel mit Lamellen herablaufend und auf Druck verschmierend. Da die Lamellen auf Druck sehr rasch braun werden, wird er auch Empfindlicher Krempling genannt

Pilzfleisch:

Das Fleisch im Hut ist bleich bräunlich, im Stiel rotbraun und beim Anschneiden nachdunkelnd. Das Fleisch ist saftig und riecht säuerlich.

Gebrauch / Verwendung:

Bedingt essbar. Nach heutige Erkenntnis jeher giftig.

Früher war der Krempling als essbar angesehen und besonders gebraten sehr beliebt – so steht er in älteren Pilzbüchern auch zumeist noch unter den essbaren Pilzen.

Heute weiß man aber, dass er tödlich wirken kann insbesondere wenn er roh verzehrt wird.

Standort / Vorkommen:

Der Krempling kommt ab Juli oft in großen Gruppen in allen Waldarten vor – insbesondere in Laub-, Nadelwäldern und Mischwäldern. Auch gesellt er sich sehr oft mit dem Maronenpilz zusammen. Der Kahle Krempling zeigt säurehaltige Waldböden an – auf Kalkböden sucht man ihn also vergeblich.

Ähnliche Arten:

Erlenkrempling (lat. Paxillus filamentosus)
Samtfußkrempling (lat. Paxillus atrotomentosus)