Zeckenbisse sind nicht nur lästig für Betroffene, sondern können durch übertragene Krankheiten mitunter auch sehr gefährlich werden. Besonders gefährdet sind Pilzsammler, die sich auf der Suche in dichten Wäldern durch das Unterholz schlagen und sich leicht einen der blutsaugenden Parasiten einfangen können.

Zecken – Gefahr aus dem Wald

Zecken haben ihre Hochzeit vor allem zwischen März und Juli und ein weiteres Mal von September und Oktober. Sie lieben besonders feuchtes und warmes Klima, weshalb die Gefahr von Zeckenbissen nach einem sommerlichen Regentag am größten ist. Zecken halten sich bevorzugt in Wäldern, aber auch gerne in Gärten und auf Lichtungen auf. Entgegen der weit verbreiteten Meinung lassen sie sich nicht von Bäumen fallen, sondern lauern im Unterholz und in hohen Gräsern auf warmblütige Kleintiere wie Igel und Mäuse, die ihre bevorzugte Beute sind. Eine gute Vorsichtsmaßnahme ist daher, hochgewachsene Gräser zu meiden und sich dort möglichst nicht hinzusetzen. Einen gewissen Schutz bieten auch lange Hosen, Socken, die über diese Hosenbeine gezogen werden und Gummistiefel, allerdings können die wendigen Zecken durch Herumkrabbeln oft einen Schlupfwinkel finden.

Zeckenbisse vermeiden

Im Handel gibt es eine Vielzahl an Sprays, Salben und verschiedener Haarpflegeprodukte, die nicht nur Insekten, sondern auch Zecken abhalten. Die Wirkung ist jedoch meist von nur kurzer Dauer. Helle Kleidung sollte bevorzugt getragen werden, da die Tiere darauf viel leichter entdeckt werden können. Grundsätzlich lohnt es sich, den Körper immer wieder zwischendurch auf Zecken zu überprüfen, da sich die Tiere teilweise erst nach einer Stunde Herumkrabbeln festbeißen. Nach jedem Aufenthalt in der Natur, vor allem in gefährdeten Gebieten, sollten Körper und Kleidung gründlich auf Zecken untersucht werden. Dazu wird die Kleidung ausgeschüttelt und der Körper vor allem an warmen und feuchten Stellen wie Achselhöhlen, Kniekehlen, Haaransatz, Bauchnabel und Schambereich auf mögliche Parasiten überprüft.

Zecken richtig entfernen

Beim Entfernen von Zecken ist die richtige Vorgehensweise richtig. Manche Hausmittel können mehr Schaden als Nutzen anrichten. Generell gilt: Wer unsicher beim Entfernen ist oder an die betroffenen Stellen nur schwer herankommt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Zecken müssen so schnell wie möglich entfernt werden, da die Infektionsgefahr bestimmter Krankheiten mit zunehmender Dauer steigt. Die Tiere werden am besten mit einer speziellen Zeckenzange oder einer spitzen Pinzette mit möglichst geringem Druck aus der Haut herausgedreht. Anschließend wird die Bissstelle desinfiziert. Abzuraten ist dagegen vom Verbrennen oder mit Öl abtöten der Zecke, da sie im Todeskampf eine noch größere Menge an Erregern ausstoßen kann.

Gefahren durch Zeckenbisse

Zu den gefährlichsten Krankheiten, die ein Zeckenbiss nach sich ziehen kann, gehören Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME. Die Borreliose zeigt sich vor allem in einer ringförmigen Rötung um die betroffene Stelle und kann langfristig zu verschiedenen Beschwerden wie Herzproblemen, starken Schmerzen, Gesichtslähmung und Gelenkentzündung führen. Die FSME äußert sich zunächst durch grippeähnliche Symptome wie Gliederschmerzen und Fieber. Später kann das zentrale Nervensystem befallen werden und in leichteren Fällen eine Hirnhautentzündung und in den schlimmsten Fällen eine Gehirnentzündung hervorrufen.