Platin gehört zur Gruppe der sogenannten Platinmetalle. Hierzu zählen weiterhin: Palladium, Ruthenium, Osmium, Iridium und Rhodium. Weil diese fünf Metalle ähnliche chemische und physikalische Eigenschaften besitzen, werden sie beim Abbau in den Minen oft gemeinsam, jedoch in unterschiedlich großer Ausbeute gefunden.

Platinschmuck

Platin gehört, ähnlich wie Silber, zu den Weißmetallen. Das Edelmetall zeichnet sich durch eine extrem hohe Korrosions- und Temperaturbeständigkeit aus. Trotzdem lässt sich Platin gut mechanisch bearbeiten, denn es ist relativ weich. Wer sich in einem Schmuckgeschäft einmal in Ruhe umschaut, wird zahlreiche Stücke aus Platin finden. Die Schmuckindustrie profitiert von der ausgezeichneten Schmiedbarkeit des Edelmetalls. Außerdem ist bei den üblichen Temperaturen keine Reaktion mit Sauerstoff zu befürchten, so dass die Schmuckstücke dauerhaft metallisch glänzen. Weil Platin ein sehr seltenes Edelmetall ist, sind die Eheringe, Ketten, Uhrenarmbänder und anderen Schmuckgegenstände relativ kostspielig.

Bedeutung für die Industrie

Wesentlich bedeutsamer ist Platin jedoch für die Industrie. Der mit Abstand größte Abnehmer ist die Automobilindustrie. Aufgrund seiner chemischen Eigenschaften sind sowohl das Edelmetall selbst, als auch seine Legierungen, bei der Herstellung von Katalysatoren unverzichtbar. Aber auch im Elektro- und Elektronikbereich wären viele Produkte ohne Platin nicht herstellbar, bzw. funktionstüchtig. Auch bei der Glasherstellung und in der Medizin, hier vor allem in der Zahnmedizin, kommt Platin zum Einsatz.

Platin als alternative Wertanlage

Aufgrund der Finanzkrise suchen Anleger verstärkt nach Alternativen. Neben Gold und Silber ist für sie auch Platin als krisenfeste Wertanlage interessant geworden. Allerdings ist der Wert dieses „Industriemetalls“ sehr stark von der konjunkturellen Lage, vor allem auf dem Automobilmarkt, abhängig. Das macht sich bei der Bestimmung des tagesaktuellen Wertes von Platin viel deutlicher bemerkbar, als beim bewährten Gold oder Silber. Kein Katalysator funktioniert ohne Platin. Steigt die Nachfrage nach Automobilen, wie es derzeit beispielsweise durch China der Fall ist, steigt auch der Platinpreis. Ob diese Entwicklung von Dauer ist, kann momentan niemand genau vorhersagen. Es ist also auch durchaus möglich, dass der Platinpreis von heute auf morgen in den Keller rutscht.

Eine weitere Anlageform sind sogenannte Investments. Hierbei wird als Krisenschutz in Sachwerte investiert. Weil Platin ein industriell wichtiges Metall ist, führt eine große Investmentnachfrage zwangsläufig zu einer künstlichen Verknappung. Anders ausgedrückt: Der Industrie wird das Edelmetall durch die Anleger vorenthalten. Es wird irgendwo eingelagert, um es später eventuell teuer verkaufen zu können. Solch eine Entwicklung hat in der Vergangenheit den meisten Anlegern langfristig und auch der Industrie eher geschadet. Wie sich der Investmentmarkt bezüglich des Edelmetalls Platin in der Zukunft entwickeln wird, bleibt jedoch abzuwarten.

Quelle: www.altgold-legierung.de vor 2018