Finger weg vom Alkohol

Warum in dieser Kategorie? Wahrscheinlich weil das ganze Haus durch das nächtliche Theater „aufgewacht“ ist.

Aber mal von vorne.

Der Schauplatz ist ein Mehrfamilienhaus in dem Dorf B in Mecklenburg Vorpommern. Ruhige Lage, viel Natur, Landwirtschaft und nette Menschen in der Nachbarschaft. In diesem Haus leben Kinder. In dieser Nacht waren es 4 Kinder die eigentlich zu dieser Zeit schlafen sollten.

Um 20:30 Uhr wurde es in der Nebenwohnung immer lauter. Nebenan wohnt ein Paar welches meiner Meinung nach zu den Alkoholikern zählt. Wer täglich seine Dröhnung braucht und am Wocheende noch zwei Kisten Bier drauf legt, ist der Alkoholsucht bereits voll verfallen. Wir saßen gemütlich beim Fernsehen, Supertalent wollten die Kinder sehen. Nach fünfzen Minuten konnten wir den Fernseher ausmachen, es war kein Wort zu verstehen, in der Nachbarwohnung wurde rumgebrüllt, dass man jedes Wort verstehen konnte.

Es wurde echt heftig und jetzt kamen auch die Möbel mit ins Spiel. Ob und was zu Bruch gegangen ist kann man durch die Wand nicht sehen, nur das der Fußboden und die Wände wackelten merkte man deutlich, wenn mal wieder etwas zu Boden ging. Als wir dann in dem Tumult hörten, das auch die Fäuste geschungen wurden, war ich bereits drauf und dran die Polizei zu holen. Dies braucht ich nicht mehr, da die Nachbarin den Freund und Helfer bereit slber gerufen hatte und unten auf dem Hof auf sie wartete. Ich gesellte mich dazu, falls der Lebensgefährte doch noch mehr Gas geben sollte.

Die Polizei kam, sah und siegte. Sie nahmen den Lebensgefährten zwar nicht mit zum ausnüchtern, hatten aber scheinbar etwas Einfluß auf Ihn genommen, so das ER zumindest dannach ruhiger war als SIE. Sie hatte nun Oberhand und nach einer halben Stunde Feuerpause kamen Sie doch wieder in Fahrt. Bis 1:30 Uhr hatten Sie noch viel zu bereden, allerdings in einer Lautstärke die man sonst auf Baustellen neben einem Presslufthammer vermuten würde. Irgendwann gaben Ihre Kräfte wohl auf, zumindest seine.

Den gegen 3:00 Uhr standen unser Kinder senkrecht im Bett. In der Nachbarwohnung wurde die Musikanlage dermaßen aufgerissen, das man denken könnte in einer Diskothek direkt neben einer Lautsprecherbox zu schlafen. Ein Bemerkbarmachen an der Tür wäre Zwecklos gewesen, ein Klingeln oder Klopfen hätte dort eh niemand gehört. Also wurde kurzerhand die Polizei herbeigerufen. Die kamen recht schnell, 20 Minuten später polterten diese gegen die Tür. Es wurde tatsächlich geöffnet.

„Was, wer´, Oh bin ich zu Laut?“ . „Ja ziemlich, es gab Beschwerden wegen Ruhestörung“ . „Oh stimmt, ich hatte ganz vergessen das hier noch wer wohnt“ . „Wo ist Ihr Mann? .. Der schläft!! … Bei der Lautstärke? Was machen Sie hier überhaupt um diese Uhrzeit bei der Lauten Musik? … „Ich räume meine Wohnung auf!“

4:30 Uhr, der nächtliche Horror hat ein Ende. Am nächsten Tag wurden die Beiden von niemanden draussen gesehen.