Nach dem Lesen der Überschrift steigen sicher bei dem einen oder anderen Leser schon dezente Rauchwolken oder Fragezeichen auf. Geothermie, was ist das überhaupt und was verbirgt sich genau hinter dem Begriff? Der Bereich der Geothermie beschäftigt sich mit der Erdwärme und um noch genauer zu sein wie der Mensch diese Wärme effektiv nutzen kann.

Wer meint dies sei nicht möglich wird staunen das es sehr wohl schon Menschen gibt, zwar erst wenige, die sich die Erdwärme zu Nutze machen und dadurch einiges an Energiekosten einsparen können. Doch nicht jeder Haushalt kann auf Erdwärme zurückgreifen und einfach in Eigenregie ein Loch im Garten zu buddeln – ganz so einfach ist das Verfahren dann doch nicht. Denn die erforderliche Bohrung kann natürlich nicht überall vorgenommen werden. Die Bodenbeschaffenheit muss schon geeignet sein für ein solches Unterfangen. Getestet wird das von einem geologischen Institut. Denn in Vulkangebieten oder sehr felsigen Gebieten ist die Nutzung der Erdwärme leider nur begrenzt möglich. Wer sich auf dem Sektor der Erdwärmebohrung nicht auskennt, sollte auf gar keinen Fall eine Erdwärmeheizung in Eigenregie bauen, sondern einen Fachbetrieb damit betrauen.

Zudem gibt es zwei unterschiedliche Arten der Erdwärme. Zum einen die Oberflächenerdwärmenutzung und die Tiefenwärme. Wer einen großen Garten an seinem Haus hat und viel Rasenfläche, also ca. das 2-3 fache der Wohnfläche, kann sich berechnen lassen was für ihn günstiger kommt. Bei der im Rasen verlegten Erdwärmeheizung, was im eigentlichen Sinn nur ein Schlauchgeflecht ist, reicht es ca. einen Meter in die Tiefe zu gehen. Bei der Tiefenwäre muss eine Bohrung in großer Tiefe gemacht werden um die Trägerflüssigkeit in wärmere Gesteinsregionen zu bringen. Mittels eines Wärmetauschers wird dann aus der zurück laufenden Flüssigkeit die Wärme wieder entzogen und genutzt um den Warmwasserspeicher zu erwärmen. Sonst funktioniert dann diese Art von Heizung wie eine ganz gewöhnliche Gas oder Ölheizung, die Wärme wird mittels Rohren und Pumpen dorthin gebracht wo sie gebraucht wird.


Mit Geothermie wird die in der Erdkruste gespeicherte Wärme genannt. Welche für eine entsprechende Wärmegewinnung und das erzeugen von Strom gewonnen werden kann. Da wir davon ausgehen können, dass uns Erdwärme unbegrenzt zur Verfügung steht und somit zu den regenerativen Energien gezählt wird, macht zum Beispiel das Umrüsten Ihres Eigenheimes auf eine durch Erdwärme gespeiste Heizungsanlage sehr viel Sinn.