Welch ein gemeiner Pilz, der gemeine Hallimasch wird auch Stuppling gerufen. Allerdings hört er nicht drauf, sondern wenn muss man ihn schon so ab Herbst suchen. Übersehen kann man diesen Pilz eigentlich kaum, so wird sein Hut doch bis zu 10 Zentimeter im Durchmesser breit und er ragt bis zirka 15 cm aus dem Boden.

Allerdings erschwert er das finden durch sein Tarnfarbe, mal honiggelb – dann geht es, aber er trägt auch dunkle haarige Schuppen auf dem Kopf, dass tarnt ihn in der Natur. Daher auch sein zweitname Goldgelber Hallimasch, oder wie wir Lateiner sagen Armillaria mellea. Da er aber im Herbst einer der am häufigst vorkommenden Pilze ist, finden man ihn eben doch. Die wahrscheinlichkeit an ihm vorbeizugehen ist fast schon unmöglich.

Der Hallimasch ist aber gar nicht so freundlich zu seiner natürlich Umgebung. So zählt er zu den Baumschädlingen und sollte er sich nicht wie üblich an Baumstümpfen und alten Wurzeln halten, sondern an einen gesunden Baum sitzen, so geht es diesem dann sehr bald, sehr schlecht. Mit seinen schwarzen Hyphenstränge dringt vergiftet er die Baumwurzel und ist neben dem Wurzelschwamm der nächste schlimme Parasit oder Krankheitserreger für den Wald.

Jetzt stellt sich dem findigen Pilzsammler die Frage: kann ich den Essen? Eigentlich schon, als Speisepilz ist der gemeine Hallimasch weitgehends bekannt und wir als solcher verwertet. Allerdings ist er nicht für jeden gut verträglich und im rohem Zustand frisch aus dem Walt sollte man nicht an Ihm rumknabbern. Wenn man sich nicht mit einer Magen und Darm geschichte rumschlagen möchte, so sollte man den Hallimasch mindestens 8 Minuten lang kochen.

Statt ihn zu kochen, eignet sich dieser Pilz auch sehr gut zum sauer einlegen in Essig.

Andere Zeiten, neue Zeiten

So wie nun auch der verzehr von Fleisch ungesund sein soll, so ändern sich im Laufe der Jahre auch die Analysen und Ergebnisse von Studien zu den Langzeitfolgen beim Verzehr von Pilzen.

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Früher wurde auch der Hallimasch oft gesammelt und gegessen, wenn auch nur die „honiggelbe“ Variante desselben. Aber schon in den alten Pilzbüchern wird vor seiner Unverträglichkeit gewarnt und zudem empfohlen, das Kochwasser besser wegzuschütten. Heute lässt man eher die Finger von ihm.