Wir waren neulich im Wald zum Steinpilze suchen. Bei uns in der Gegend um Wittenburg hatten wir in 10 Minuten einen ganzen Korb voll. Das Wetter bis zu diesem erfolgreichen Tag, war zwar regnerisch, sonnig und nicht sehr kalt.

Steinpilze finden und sammeln

Als meine Ex-Freundin Hauke und ich 2 Wochen später noch einmal da waren, hatten wir kaum noch welche gefunden. Die Temperaturen waren stark gefallen in den Nächten und es war mehr Regen gefallen in den Tagen zuvor. Hauke war begeistert von der Fundstelle, soviele Steinpilze auf einer Stelle und in dieser enormen Größe hatte Sie noch nicht gesehen.

Die Steinpilze standen unter Eichen und hatten beim ersten Spaziergang noch normalfeuchten Boden. Beim zweitenmal sehr feuchten Boden.

Was mich nun interessieren würde, Eichenwald und Steinpilze scheinen zu harmonieren, aber warum gab es bei eher trockenen Boden mehr Pilze im Wald als bei feuchten? Steinpilze waren früher nur den Fürsten und Herren vorbehalten. Man muss sie ganz genau erkennen und das sollten Pilzsammler wissen:

Noch immer ist sie da – die große Zeit für die Pilzsammler. Aber damit bleibt auch die Gefahr bestehen, sich beim Suchen dieser schmackhaften Speiseplanergänzung auch zu vergreifen. Der Steinpilz ist leicht zu verwechseln mit dem Gallenröhrling. Es ist notwendig, die genauen Unterschiede zu wissen, bevor man auf die Pilzsuche geht. Heute stellen wir Ihnen die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen dem Steinpilz und dem Gallenröhrling vor. Der Steinpilz war schon im frühen Mittelalter als edler Pilz bekannt, der nur Herren und Fürsten vorbehalten blieb, Das „gewöhnliche“ Volk durfte diese Pilzsorte nur sammeln, nicht aber essen. Aus dieser Zeit stammt auch noch der Name des Pilzes: Steinpilz oder Herrenpilz.

Zwar ist der Gallenröhrling, der dem Steinpilz sehr ähnlich sieht, nicht tödlich giftig, aber ein Steinpilzgericht kann durch einen einzigen Gallenröhrling geschmacklich völlig verdorben werden. In diesem Jahr gibt es besonders viele Gallenröhrlinge und gerade bei jungen Exemplaren ist das richtige Erkennen sehr schwierig. Eine Geschmacksprobe zeigt meist schon an, ob man richtig oder falsch gesammelt hat – der „falsche“ schmeckt sehr bitter.

Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen

Steinpilz
(lat. Boletus edulis)
Gallenröhrling
(lat. Tylopilus felleus)
Gebrauchswert: edler Speisepilz giftig
Vorkommen: Laub- und Nadelwald Laub- und Nadelwald
Zeit: Juni – Oktober Juni – Oktober
1. Hutform:
Hutgröße:
Hutfarbe:
Huthaut:
Hutfleisch:
Verfärbung:
halbkugelig – abgeflacht
4 – 20 cm
blassbraun – dunkelbraun
glatt – feinrunzelig
hart, im Alter weich
unveränderlich weiß
halbkugelig – abgeflacht
4 – 12 cm
hell – dunkelbraun (wechselnd)
filzig bis kahlwerdend
fleischig fest bis zäh, im Alter weich
bei Schnitt bisweilen rosa anlaufend
2. Sporenträger:
Farbe:
Verfärbung:
kurze Röhren, eng-rundlich gerade
weiß, dann gelblich-olivegrün
keine
Röhren, Poren weit, rundlich bis eckig, nach unter polsterförmig ausgebreitet
erst weiß, dann rosa werdend werdend
bei Druck dunkler werdend
3. Stielform:
Stielfarbe:
Stielzeichnung:
Sielfleisch:
dickbauchig – gestreckt
blass weisslich-fahlbraun
mit weissem feinmaschigem
fest, kernig
jung bauchig, dann keulig gestreckt
oben blass, abwärts bräunlich
braunflockig, genetzt, zum Stielende nach unten auflösendem Netz grobmaschiger
im Stiel faserig
4. Geruch: angenehm angenehm
5. Geschmack: nussartig gallenbitter