Die Ohren sind klein und haben eine beinahe dreiechige Form. Die Stoßzähne sind relativ klein und fehlen bei den Weibchen fast immer. Auch bei den Männchen fehlen die Stoßzähne manchmal. Junge Elefanten haben ein dünnes Haarkleid, dass aber mit dem Alter verschwindet. Am Rüssel der grauen Kolosse befindet sich nur eine einzelne „Lippe“, die sie zum Greifen und Tasten verwenden.

Fortpflanzung, Entwicklung und Lebensweise, Verhalten

Die Elfantenmännchen und -weibchen haben verschiedene Brunftzeiten. Bei den Männchen ist in der Brunftzeit eine Drüse hinter den Augen zu sehen, die eine stark riechende Flüssigkeit absondert. Die Dickhäuter sind in der Zeit sehr aggressiv und kampflustig. Zur Paarung suchen sie Anschluss an eine weibliche Herde. 18 bis 22 Monate danach bringt die Elefantenkuh in den meisten Fällen ein einzelnes Junges zur Welt, das bereits bei der Geburt über 100 Kilogramm wiegen und bis zu einem Meter groß sein kann. Nach etwa acht bis vierzehn Jahren ist es selbst geschlechtsreif; Männchen werden zuvor schon aus der Herde vertrieben.

Elefantenkühe und Jungtiere leben in einer Herde, die aus bis zu 30 Mitgliedern besteht. Die Herde wird von der ältesten Elefantenkuh angeführt wird. Die Männchen streifen, wenn sie sich nicht gerade paaren wollen, allein durch die Wildnis oder schließen sich zu Junggesellen-Gruppen zusammen. Die Tiere unternehmen in der Trockenzeit manchmal lange Wanderungen, bei denen sie jedes Jahr die selben Pfade benutzen.

Sinnesleistungen und Kommunikation

Das Gehirn des Elefanten ist enorm groß und leistungsfähig. Sie werden zu den intelligentesten Tieren der Welt gezählt. Die Tiere wissen noch Jahre später wann ihnen einmal Schmerz oder Leid zugefügt wurde. Besonders ausgeprägt sind ihr Gehör sowie Tast- und Geruchssinn. So können die Dickhäuter zum Beispiel auch Töne wahrnehmen, die sehr tief und für das menschliche Ohr nicht hörbar sind.

Elefantenkinder werden von ihrer Mutter wahrscheinlich unter anderem durch das Schlagen ihrer Ohren gegen den Kopf gerufen, und zur freundlichen Begrüßung untereinander wird gequietscht und gegrollt. Vor allem aber verständigen sich die Tiere durch gegenseitiges Beschnuppern und Betasten von Kopf und Körper. Bei Gefahr oder Aufregung stoßen sie lautes Tröten und Brüllen aus, das bis weit in die Wildnis zu hören ist.

Was frißt so ein Asiatischer Elefant?

Die Verdauung des Elefanten ist nicht gerade rekordverdächtig, denn die Hälfte der aufgenommenen Nahrung verlässt den Körper wieder unverdaut. Jeden Tag ist er etwa 18 bis 20 Stunden mit Fressen beschäftigt und nimmt dabei oft über 200 Kilogramm Gras, Wurzeln und Rinden zu sich. Besonders gern essen sie auch Früchte. Sie saugen rund 80 Liter Wasser mit ihrem Rüssel täglich auf.

Steckbrief

  • Gewicht: Weibchen 2,5-3 Tonnen und Männchen 3,5-5 Tonnen
  • Lebenserwartung: 40-70 Jahre
  • Verbreitung: Vorder- und Hinterindien, Teile Südwest-Asiens
  • Lebensraum: Savanne, Wald
  • Artbestand: stark gefährdet