Dieser bunte Vogel mit gewaltigem Schnabel hat seine Nisthöhlen hoch in den Wipfeln. Wie alle Tukanarten nistet der Riesentukan hoch oben in den Bäumen und kehrt oft Jahr für Jahr in dieselbe Nisthöhle zurück. Manchmal nistet er auch in Termitenbauten oder an einer Böschung. Riesentukane pflanzen sich jedes Jahr fort. Das Männchen und das Weibchen wechseln sich bei der Brutpflege ab. Die Küken sind zuerst nackt und blind. Sie wachsen nur langsam und verlassen nach 6 Wochen das Nest. Erst nach vielen Monaten erreichen ihre Schnäbel die volle Größe.

Geschickte Fruchtfresser

Obwohl der Schnabel aussieht, als könnte mit ihm große Beute gepackt werden, ernährt sich der Tukan vorwiegend von Früchten. Wegen der großen Reichweite kann der Tukan auch Früchte von dünnen Zweigspitzen picken, ohne seinen stabilen Sitzplatz zu verlassen. Mit der Schnabelspitze pflückt er den Leckerbissen und befördert ihn mit einem Kopfschwung in den Rachen. Der Vogel kann mit seinem Schnabel sogar Früchte schälen. Obwohl die Regenwaldbäume den Tukan mit reichlich Nahrung versorgen, ergänzt er seinen Speiseplan durch Reptilien, Eier, Insekten, Nestlingen und anderer Vögel.

Geselliges Treiben

Riesentukans lieben Gesellschaft und fliegen laut schnatternd in Trupps von bis zu 6 Vögeln umher. Sie haben einen lauten, durchdringenden Ruf den man weit hört. Die lebhaften Vögel schlagen oft ihre Schnäbel wie Fechter gegeneinander, als wollten sie sich aus dem Gleichgewicht bringen. Sie können sich so aber auch attackieren, sodass einer den Sitzplatz räumen muss. Bei der Balz bewerfen sie sich mit Beeren. Zum schlafen verkriechen sich die Vögel in ihren Höhlen. Damit mehrere Riesentukane auf engstem Raum Platz finden, legen sie ihre Schnäbel auf dem Rücken und klappen die Schwänze ein.

Bedrohlich beliebt

Wegen seines drolligen Wesens und exotischen Gefieders ist der Riesentukan zum Verkaufsschlager geworden. Viele Tukane sterben qualvoll beim Transport. Obwohl der Riesentukan als noch nicht gefährdet gilt, muss man eine weitere Dezimierung durch den Tierhandel befürchten. An manchen Orten können die Vögel keine Nisthöhlen mehr finden. Dieses Problem wird noch verstärkt durch die voranschreitende Rodung der Wälder.

Riesentukan Steckbrief

Bestand weit verbreitet
Körperlänge 52-60 cm
Flügelspannweite 80-100 cm
Gewicht 550 g
Zug einige Populationen ziehen
Gefieder bei beiden Geschlechtern gleich
Paarungszeit Januar bis April, je nach Region
Brutdauer 16-20 Tage
Anzahl der Eier 2-4 pro Gelege
Nahrung Insekten, Eier, Nestlinge, Früchte, Reptilien und Vögel
Alter um die 10 Jahre
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