Silber wird schon seit Jahrhunderten als Zahlungsmittel verwendet. Geldmünzen hatten einen hohen Wert, auch der Begriff Tafelsilber, mit dem schon Königshäuser ihr Vermögen absicherten, zeugt von der Bedeutung des Edelmetalls in früheren Zeiten. Bis 1871 waren in Deutschland vor allem Silbermünzen im Umlauf, auch die Währung war durch den „Standard“ gedeckt.

Silber wird nicht gehortet

Mit der Einführung des „Goldstandards“ verlor Silber an Wichtigkeit und wurde zum „Gold des kleinen Mannes“. Genauso wie Gold wird Silber nicht nur zur Schmuckherstellung verwendet, sondern es wird auch unter anderem für medizinische und technische Zwecke eingesetzt. Wegen seiner Supraleitfähigkeit gewinnt das Metall zunehmend an Bedeutung für Hochtemperaturanwendungen. Da dieses Metall auch antibakteriell wirkt, ist der Einsatz im medizinischen Bereich ebenfalls steigend.

Im Zuge der Wirtschaftskrisen der letzten Jahre rückte es als Anlageform wieder in den Fokus von Wirtschaft und Anlegern. Neben einer Geldanlage in Gold greifen vor allem kleinere Anleger vermehrt zu diesem Edelmetall, um ihre Vermögenswerte zu sichern. Auch wenn Silber den Wert von Gold bisher längst nicht erreicht hat, so ist mit einer Wertsteigerung in den nächsten Jahren zu rechnen. Experten schätzen, dass die Vorkommen der Erde innerhalb der nächsten 30 Jahre verbraucht sein werden.

Eine Verknappung ist deshalb absehbar, zumal in der Regel nicht nur gehortet, sondern auch verbraucht wird. Der Wert des angelegten Vermögens wird über einen langen Zeitraum nicht an Wert verlieren. Allerdings sind kurzfristige Schwankungen des Silberkurses möglich, die durch steigende oder fallende Nachfrage nach dem Edelmetall an der Börse entstehen können.

Silber zu Höchstpreisen verkaufen

Mach Silber zu Geld © MaBoXer.de

Silber wird zu Münzen, Barren, Bestecke oder Schmuckstücken wie Verlobungsringe verarbeitet. Es kann bei Banken oder bei Firmen, die auf den Handel mit Edelmetallen spezialisiert sind, erworben werden. Ein Aufpreis auf den Tagespreis durch die entstehenden Gebühren ist dabei einzukalkulieren. Verkaufen lässt sich Silber in jeglicher Form ebenfalls über diese Stellen. Auch hier ist eine Bearbeitungsgebühr zu berücksichtigen, die den Gewinn schmälert. Bei der Anlage des Vermögens sollte bedacht werden, dass eine sichere Verwahrung gewährleistet werden muss. Größere Mengen lassen sich nur in großen Banktresoren, die zusätzlich Geld kosten, oder einem Tresor daheim so aufbewahren, dass sie vor dem Zugriff Unbefugter geschützt sind.

Kaufen sollten Anleger Silber nur bei einem Tiefpreisangebot, verkaufen nur in Zeiten, in denen der Silberpreis sehr hoch liegt. Für kurzfristige Anlagen ist Silber nur bedingt geeignet, da bei Notverkäufen viel an Wert verloren geht. Um kurzfristige finanzielle Engpässe aufzufangen, sollten andere Anlageformen gewählt werden. Als langfristige Vermögenssicherung ist dieses Metall allerdings neben dem Gold eine der sichersten Anlagen, die es gibt.

Quelle: www.altgold-legierung.de vor 2018