In Deutschland ist es gesetzliche Pflicht eine Krankenversicherung zu haben und man ist gezwungen diese auch zu bezahlen. Notfalls durch Pfändung von Wertgegenständen, Immobilien oder anderen Gütern. Man unterscheidet in private und gesetzliche Krankenversicherung.

Wobei die letztere einen sehr deutlichen Nachteil gegenüber der privaten Krankenversicherung hat. Während die gesetzliche für jeden da ist und sogar seit 1954 sämtliche im Ausland lebenden Angehörigen, von deutschen Ausländern mitfinanzieren muss, hat die private Krankenversicherung nur die Kosten ihrer Mitglieder zu tragen. Das ist vom Gleichheitsprinzip schon einmal ungerecht gegenüber sämtlichen zahlenden Versicherungsnehmern. Auch bieten die privaten Krankenkassen die Möglichkeit an, am Jahresende eine Prämie zurück zu bekommen wenn man die Kosten für das Kalenderjahr so gering wie möglich gehalten hat.

Wenn man dieses spart, kann man im Alter auch die höheren Beiträge durchaus davon finanzieren. Die Möglichkeit mit einer Interessengruppe eine eigene Krankenversicherung zu gründen ist heutzutage leider nicht mehr gegeben. Man ist gezwungen in eine Art Solidargemeinschaft mit allen anderen zu leben. Auch das ist im Grunde genommen nicht gerecht da es die gesundheitsbewussten Mitmenschen ungleich finanziell belastet. Ein Gedankenansatz wäre das Menschen die Raubbau mit ihrer Gesundheit treiben auch mehr in die Krankenkasse zahlen müssen.

Bei großen Firmen ist es bereits so das wer keine Krankheitstage aufzuweisen hat und auch sonst sehr gesund und zum Beispiel rauchfrei lebt am Jahresende eine fette Prämie zusätzlich zu seinem Gehalt ausgezahlt bekommt. Viele Mitarbeiter steigen auf dieses Angebot ein und fangen an gesundheitlich mehr für sich zu tun, das Rauchen aufzugeben und auch andere Kollegen dazu zu ermuntern. Wenn man jedoch krank wird ist man nicht gezwungen im Nachhinein wieder mehr zu bezahlen.

Bei den Krankenkassen jedoch gibt es ein ähnliches Modell was man Selbstbehalt oder spezielles Bonusprogramm nennt, das einen ähnlichen Effekt hat. Der Nachteil ist nur wenn man öfter krank wird muss man mehr zahlen als man ohnehin schon in die Krankenkasse zahlt.


Gesetzliche Krankenversicherung seit 2009 ein muss

Seit dem 1. Januar 2009 muss jeder deutsche Bundesbürger krankenversichert sein. Seit dem gilt auch für alle Krankenkassen ein einheitlicher Beitragssatz. Bei den Selbständigen liegt dieser bei 14,9% allerdings ohne Krankgeldanspruch, bei Arbeitnehmer liegt der Satz bei 15,5%. Kinder sind bei den Eltern bis zur Volljährigkeit (18. Lebensjahr) in der Familienversicherung mit versichert. Sollte ein Kind nach dem 18. Lebensjahr studierenden, so bleibt es bis max. zum 25. Lebensjahr bei den Eltern versichert. Dies gilt allerdings nur, wenn das Einkommen des Kindes 400 Euro nicht übersteigt.

Hat man den Wohnsitz in Deutschland, arbeitet aber in einem anderen Bundesland wie dort wo der Wohnsitz ist. Dann hat man die Wahl in welchem Bundesland man sich krankenversichern möchte.

Trotz klarer Regeln gibt es Unterschiede bei den Krankenkassen

Nun mag jeder denken, dass das Gesetz alles klar geregelt hat und es keinerlei Unterschiede bei den Krankenkassen mehr gibt. Dies ist ein Irrtum. Die Krankenkassen unterscheiden sich nämlich zum Beispiel in ihrer Wirtschaftlichkeit. Arbeitet eine Krankenkasse mit ihren Beiträgen lukrativ, so erstatten einige die zu viel gezahlten Beiträge an ihre Mitgliedern zurück, andere Krankenkassen hingegen kommen mit den Beiträgen ihrer Mitglieder nicht aus und erheben auf Grund dessen Zusatzbeiträge.

Auch was die Krankenkasse ihren Mitgliedern anbieten, ist recht unterschiedlich. Das fängt bei der Hausarzt orientierten Versorgung an. Nicht alle Kassen bieten diese an. Viele blockieren das Gesetz noch erfolgreich. Auch bei Angeboten wie beispielsweise der Raucherentwöhnung, Diätberatung, etc. gibt es immer noch Unterschiede. Dies gilt auch bei medizinischen Zusatzleistungen wie unter anderem der Akupunktur. Die Erreichbarkeit der Krankenkassen ist auch nicht immer optimal geregelt. Um umfassend versorgt zu sein, sollte zu jedem Zeitpunkt ein kompetenter Ansprechpartner für den Versicherungsnehmer zur Verfügung stehen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Die richtige Wahl der Krankenkasse zu treffen ist gar nicht so einfach. Man sollte von verschiedenen Krankenkassen Informationsmaterial erbitten sowie das Internet als Hilfe zur Entscheidungsfindung nutzen.